Dachs und Lachs

Oktober 13, 2009

Dachs und Lachs ham’ nichts gemein,
außer diesem schwachen Reim.

Lumpenreime

Oktober 13, 2009

Der Politiker und der Pudel,
sind im Grunde beide recht,
den einen juckt die Macht,
den andren das Gemächt.

Auf dieser, unsrer eignen Welt,
gibt’s wahrlich viel, das nicht gefällt.
Und das schwerste Los von allen,
zogen die norwegischen Nachtigallen.

Rückt der Winter mal heran,
schmettern sie von hoher Tann’,
mit stolz geplustertem Gefieder,
die allertollsten Abendlieder.

Doch müssen sie sich in Sommertagen,
mit dem Spott der andren Vögel plagen.
Und wenn die Nächte gänzlich fehlen,
sich als “igallen” durch das Leben quälen.

Der Igel und das Stachelschwein,
die hatten selten Freude,
der eine fühlte sich zu klein,
das andre`störte sich am “Schwein”,
so ging das stets
- bis heute!

Als einer auf den andern traf,
ein jeder grüßte freilich brav
und dachte im Vorüberschreiten,
voller Mitleid, tief betroffen:
“Der Arme muss viel eher leiden,
zum Glück hat’s mich nicht so getroffen!”

Der Jüngste Tag

Februar 1, 2009

Vom Himmel hoch,
da komm’ ich her,
ich komm zu spät,
- es gab Verkehr.

Doch!

Was muss ich sehn?
Wer hats gerichtet?
Hat der Mensch
sich selbst vernichtet?

Eines muss man diesen Menschen gönnen,
ein bessres’ Urteil,
hätt’ ich nicht finden können.

Te dua per jet

Januar 6, 2009

Täglich fallen wahrlich viele,
kitzeln Menschen und das Tier,
eine dieser großen Flocken,
fange ich und schenk sie dir.

Abgeschliffen

Dezember 14, 2008

Sie jagen dich,
tragen dich,
plagen dich,
fragen nicht.

Sie schieben dich,
biegen dich,
kriegen dich,
lieben nicht.

Machen grau aus allem bunt
und die Ecke schließlich rund.

Du lachst – doch ich, ich habs versucht,
du kannst es mir wohl glauben,
später hab ich mich dafür verflucht.

So erklomm’ ich das Dach von meinem Haus
und breitete die Arme aus.
Wollt mich in hohen Lüften wiegen

und dacht’ mir aber noch im Falln’,
schau an der Mensch kanns wirklich nicht:

das Fliegen.

Die Flinte ins Korn werfen

August 28, 2008

Der Mensch kämpft seit Urzeiten,
Hacken, Schießen, Schlagen, Streiten.
Das alles macht doch wenig Sinn,
werf die Flinte ins Korn,
denn da gehört sie hin.

Sie stiehlt die Zeit von den Gerechten,
ebenso wie die der Schlechten.
Es hilft kein Flüchten kein Verstecken,
denn sie kriecht aus allen Ecken.

Wie ein listig lauernd’ Tier,
voll von grenzenloser Gier,
der Feind von inhaltslosen Runden
und abendlicher Mußestunden.

Dem Fleisigen wird Angst und bange,
denn die Langeweile, die weilt lange.

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